Aktuelles zur Verordnung über Mineralölkohlenwasserstoffe in der EU

In der Herstellung und Verarbeitung können Lebensmittel auf vielfältige Weise mit Mineralölkohlenwasserstoffe (MOH) kontaminiert werden, beispielsweise durch Schmiermittel für Maschinen, die bei der Ernte oder Lebensmittelproduktion eingesetzt werden, Verarbeitungshilfsmittel wie Trennmittel oder Staubbindemittel, Lebensmittel- oder Futtermittelzusatzstoffe, Lebensmittelkontaktmaterialien oder Umweltverschmutzung. Diese Substanzen sind Lebensmittelkontaminanten und gelten als potenziell gesundheitsschädlich. Es wird daher empfohlen, eine frühzeitige Analyse während des Rohstofftransports und der Verarbeitung durchzuführen, um Kontaminationsquellen frühzeitig zu erkennen, Prozesse schnell und zuverlässig zu optimieren und Kosten durch die Weiterverarbeitung ungeeigneter Rohstoffe zu vermeiden. Mineralölkohlenwasserstoffe werden in MOSH (gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe) und MOAH (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe) unterteilt. 

Regulatorische Entwicklungen zu MOSH/MOAH in Lebensmitteln

Seit 2017 sind die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, Mineralölkohlenwasserstoffe (MOH) in Lebensmitteln und Materialien mit Lebensmittelkontakt zu überwachen, unterstützt durch JRC-Richtlinien, die erstmals 2019 veröffentlicht und 2023 aktualisiert wurden. Während eine gemeinsame EU-Verordnung noch aussteht, haben mehrere Länder, darunter Deutschland, Richtwerte für MOSH in verschiedenen Produktgruppen festgelegt, wobei MOAH aufgrund seiner potenziellen Karzinogenität generell zu vermeiden ist, insbesondere 3-7-Ring-Aromaten, die von der EFSA hervorgehoben werden. Im April 2022 erweiterte ScoPAFF seine Empfehlung zur Bewertung von MOAH-Rückständen von Babynahrung auf alle Lebensmittel und forderte Analysen und Probenahmen gemäß der Verordnung (EG) Nr. 333/2007 und den JRC-Leitlinien.

Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an mehreren Maßnahmen zur Festlegung von Höchstgehalten und Kontrollanforderungen für MOH in Lebensmitteln.

Derzeit werden folgende Entwürfe diskutiert:

1. Die 7. Überarbeitung des Entwurfs einer Verordnung zur Änderung der Verordnung (EU) 2023/915 und zur Festlegung von Höchstgehalten für MOAH für verschiedene Produktkategorien, darunter Produkte mit einem Fett-/Ölgehalt von mehr als 50 %, verarbeitete und zusammengesetzte Lebensmittel sowie erstmals Lebensmittelzusatzstoffe.

2. Entwurf von Empfehlungen zur Überwachung von MOH in Lebensmitteln, die auch für nicht regulierte Produkte wie Kaffee, Tee, Obst, Gemüse und ätherische Öle gelten würden.

3. Entwurf einer Verordnung zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 333/2007 über die Probenahme und Analysemethoden zur Kontrolle des MOH-Gehalts in Lebensmitteln. Dazu gehören auch Anforderungen an die Analytik von Mineralölkohlenwasserstoffe, z.B. werden zu erreichende Bestimmungsgrenzen (LOQ) für komplexe Matrizen wie Gewürze und Nahrungsergänzungsmittel erwähnt.

Die Verabschiedung des Gesetzentwurfs ist weiterhin für Ende 2025 geplant. Es wird erwartet, dass die Grenzwerte ab 2027 gelten werden.

Wie wir Sie unterstützen können

Das Institut Kirchhoff Berlin verfügt über langjährige Erfahrung in der Analyse von MOSH/MOAH. Mit modernster Chromatographie und qualifizierten Experten unterstützen wir Sie bei der schnellen und zuverlässigen Analyse, Bewertung und Beurteilung von MOSH/MOAH in verschiedenen Lebensmittelmatrices.

Unsere Analyse basiert auf den BfR-Richtlinien und entspricht der 2019-Richtlinie für die Analyse im Rahmen der europäischen Mineralölüberwachung in Lebensmitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission

Unsere Methoden zur MOSH/MOAH-Analyse

Wir bieten verschiedene Möglichkeiten zur MOSH/MOAH-Analyse an:

  • Online-HPLC-GC-FID-Analyse – Quantifiziert MOSH, MOAH und verwandte Verbindungen in Lebensmitteln, Verpackungen, Lebensmittelsimulanzien, Kosmetika und Schmierölen.
  • GCxGC-TOF-MS-Analyse – Bestätigt positive Ergebnisse, charakterisiert Mineralölkomponenten und kann Kontaminationsquellen identifizieren.
  • GCxGC-FID-Analyse – Zur Quantifizierung der MOAH in interferierten MOAH-Fraktionen
  • Verpackungsprüfung: Untersuchung der Barriereeigenschaften von Verpackungen oder Migrationsprüfung der Lebensmittelverpackung unter realen oder simulierten beschleunigten Lagerbedingungen
  • Prozessanalytik – Analyse von Druckluft und Schmierölen auf den MOSH/MOAH-Gehalt

Laden Sie unser Poster herunter, um mehr über unsere Kompetenz in der MOSH/MOAH-Analyse zu erfahren.