Pflanzentoxine sind giftige sekundäre Stoffwechselprodukte, die von einigen Pflanzen als natürliche Abwehr gegen pflanzenfressende Tiere, Mikroorganismen, Insekten oder andere Pflanzen produziert werden. Diese Toxine haben toxische und abwehrende Wirkungen und können sich in verschiedenen Teilen der Pflanze (Blätter, Samen, Blüten, Wurzeln) anreichern. Infolgedessen können Pflanzentoxine auf natürliche Weise in Lebens- und Futtermitteln sowie in Unkraut und Zierpflanzen vorkommen.
Expositionsbewertung von Pflanzentoxinen
Pflanzentoxine können von Natur aus in einigen Lebens- oder Futtermitteln vorhanden sein, oder durch eine Kreuzkontamination auf dem Feld, bei der Ernte oder beim Transport in die Lebensmittel gelangen. Durch kontaminierte essbare Pflanzen können sie in die Nahrungskette von Mensch und Tier gelangen, was schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Einige Pflanzentoxine können aufgrund ihrer genotoxischen, karzinogenen und teratogenen Eigenschaften chronische Krankheiten verursachen. Andere haben eine akute Toxizität, die zu hepatischen Venenverschlusskrankheiten führen können oder eine halluzinogene Wirkung haben. Zu den Pflanzentoxinen, die für die Lebensmittelsicherheit von größtem Interesse sind, gehören Tropanalkaloide, Pyrrolizidinalkaloide, Glykoalkaloide, Calystegin, Opiumalkaloide und Cannabinoide, die am häufigsten in Getreide, Kräutern, Gewürzen, Tee, Aufgüssen und Honig vorkommen.
Risikobewertung von Pflanzentoxinen
Die Sachverständigengremien der EFSA haben wissenschaftliche Analysen und Expositionsstudien durchgeführt, um die Entscheidung der Europäischen Kommission zu unterstützen, für bestimmte Lebensmittel zulässige Höchstgehalte an bestimmten Pflanzentoxinen festzulegen. Dazu gehören:
- Wissenschaftliches Gutachten zu Mutterkornalkaloiden in Lebens- und Futtermitteln, 2012
- Risiken für die menschliche Gesundheit im Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Pyrrolizidinalkaloiden in Honig, Tee, Kräutertees und Nahrungsergänzungsmitteln, 2017
- Bewertung der akuten Exposition des Menschen gegenüber Tropanalkaloiden, 2018
Unser umfassender Service für Pflanzentoxine
Wir, das Institut Kirchhoff Berlin, ein Unternehmen von Mérieux NutriSciences, sind ein zuverlässiger Partner für die Bestimmung von Pflanzentoxinen in Lebens- und Futtermitteln. Wir bieten spezielle HPLC/MS-Methoden für die Bestimmung von:
- Opiumalkaloide
- Pyrrolizidinalkaloide
- Chinolizidinalkaloide
- Ergotalkaloide
- Tropanalkaloide
- Cannabinoide
- Glykoalkaloide (Solanin, Chaconin, Tomatin)
- Cyanoglykoside (Blausäure – Cyanid, usw.)
Darüber hinaus können wir in Zusammenarbeit mit anderen Laboren von Mérieux NutriSciences Analysen dieser Pflanzentoxine anbieten:
- Erucasäure
- Pyrimidin-Glykoside (Vicin, Convicin, usw.)
- Gossypol
- Calystegin

