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Mykotoxine sind giftige sekundäre Stoffwechselprodukte, die von zahlreichen Pilzarten (Gattung Aspergillus spp., Fusarium spp., Penicillium spp., Alternaria spp. und Claviceps spp.) produziert und unter bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen gebildet werden. Sie gelangen hauptsächlich durch Getreide in die Nahrungskette, aber auch durch andere Lebensmittel wie Früchte und Nüsse und können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit von Mensch und Tier haben. Mykotoxine sind thermostabil und können sich auf dem Feld entwickeln und wachsen, was als Feldmykotoxine bezeichnet wird oder während der Lagerung gebildet werden, was als Lagermykotoxine bezeichnet wird.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat mehrere Studien zur Bewertung der Toxizität von Mykotoxinen durchgeführt, um die Europäischen Kommission bei der Festlegung von Höchstgehalten für bestimmte Mykotoxine wissenschaftlich zu beraten.
Dazu gehören: Risikobewertung von Ochratoxin A in Lebensmitteln, 2020
Die Exposition gegenüber Mykotoxinen erfolgt hauptsächlich durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel sowie durch den Verzehr von Lebensmitteln tierischen Ursprungs von Tieren, die mit kontaminiertem Futter gefüttert wurden. Mykotoxine können durch den Befall von Nutzpflanzen mit Schimmelpilzen vor oder nach der Ernte sowie während der Lagerung in die Nahrungskette gelangen. Sie können eine Vielzahl von Lebens- und Futtermitteln kontaminieren, darunter Getreide, Nüsse, Gewürze, Wein, Bier, Kaffee, Milch, Eier, Fleisch und Futtermittel.
Zu den besonders relevanten Mykotoxinen in Lebensmitteln zählen unter anderem Aflatoxine, Fusarium-Toxine, Ochratoxin A, Patulin und Ergotalkaloide.
Einige Mykotoxine haben akute Auswirkungen mit schweren Symptomen unmittelbar nach dem Verzehr der kontaminierten Lebensmittel, andere wirken verzögert. Sie können unter anderem zu Krebs oder Immunschwäche führen.
Die Verordnungen zur Probenahme und Analyse von Mykotoxinen und Pflanzentoxinen in Lebensmitteln gelten seit dem 1. April 2024. Für die Anpassung der Analysemethoden für Mykotoxine ist eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2029 und für Pflanzentoxine bis zum 1. Juli 2028 vorgesehen.
Das Mérieux NutriSciences | Institut Kirchhoff Berlin bietet einen umfassenden Analyseservice zur Überwachung von Mykotoxinen in Lebensmitteln und Futtermitteln an. Als akkreditiertes Labor bieten wir umfassende Multimethoden-Analysen, schnelle Durchlaufzeiten und fachkundige Unterstützung. Unsere Mykotoxinanalytik deckt auch komplexe Matrizes wie Kräuter und Gewürze sowie Säuglingsnahrung ab.
Wir können mehr als 15 Mykotoxine quantitativ bestimmen, darunter:

Oudenarder Strasse 16 / Carrée Seestrasse
13347 Berlin-Mitte, Deutschland
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