Analyse von Mykotoxinen in Lebensmittel
Mykotoxine sind giftige sekundäre Stoffwechselprodukte, die von zahlreichen Pilzarten (Gattung Aspergillus spp., Fusarium spp., Penicillium spp., Alternaria spp. und Claviceps spp.) produziert und unter bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen gebildet werden. Sie gelangen hauptsächlich durch Getreide in die Nahrungskette, aber auch durch andere Lebensmittel wie Früchte und Nüsse und können schwerwiegende Folgen für die Gesundheit von Mensch und Tier haben. Mykotoxine sind thermostabil und können sich auf dem Feld entwickeln und wachsen, was als Feldmykotoxine bezeichnet wird oder während der Lagerung gebildet werden, was als Lagermykotoxine bezeichnet wird.
Zu den wichtigsten Mykotoxinen, die regelmäßig untersucht werden gehören unter anderem:
| Mykotoxine | Vertreter |
| Aflatoxine | Aflatoxin B1 Aflatoxin B2 Aflatoxin G1 Aflatoxin G2 |
| Aflatoxin M1 | |
| Ochratoxine | Ochratoxin A |
| Patulin | |
| Citrinin | |
| Mutterkornalkaloide (Ergotalkalide) | |
| Fusarientoxine | Zearalenon |
| Trichothecene (Deoxynivalenol, Nivalenol, T2-Toxin, HT2-Toxin) | |
| Fumonisine (Fumonisin B1 und B2) | |
| Alternariatoxine | Alternariol Alternariolmonomethylether Altenuen Tentoxin Tenuazonsäure |
sowie weitere Mykotoxine.
Risikobewertung und Exposition
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat mehrere Studien zur Bewertung der Toxizität von Mykotoxinen durchgeführt, um die Europäischen Kommission bei der Festlegung von Höchstgehalten für bestimmte Mykotoxine wissenschaftlich zu beraten.
Dazu gehören: Risikobewertung von Ochratoxin A in Lebensmitteln, 2020
Die Exposition erfolgt gegenüber Mykotoxinen durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder Tieren, die mit kontaminiertem Futter gefüttert wurden. Mykotoxine gelangen durch den Befall von Nutzpflanzen vor oder nach der Ernte oder während der Lagerung mit Schimmelpilzen in die Nahrungskette und können eine Vielzahl von Lebens- und Futtermittel kontaminieren. Einige Mykotoxine haben akute Auswirkungen mit schweren Symptomen unmittelbar nach dem Verzehr der kontaminierten Lebensmittel, andere wirken verzögert. Sie können unter anderem zu Krebs oder Immunschwäche führen.
Unsere Analyse für Mykotoxine
Das Institut Kirchhoff Berlin, ein Unternehmen von Mérieux NutriSciences, bietet einen umfassenden Analyseservice zur Überwachung von Mykotoxinen in Lebensmitteln an. Wir sind ein akkreditiertes Labor und bieten schnelle Durchlaufzeiten und fachkundige Unterstützung
Unsere methoden zur Quantifizierung der Mykotoxine:
- HPLC-MS/MS zur Gewährleistung einer niedrigen Bestimmungsgrenze auch in schwierigen Matrices
- HPLC-FLD

