Nachlese MOSH/MOAH – Kongress
Nachlese und Stimmen der Teilnehmer des „4th International Congress on Mineral Oil Contaminants in Food“
MOSH/MOAH – Toxicology – Risk Assessment – Analytics – Mitigation
Vom 05.-06. Juni 2023 hat die Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaft e.V. zusammen mit dem Institut Kirchhoff Berlin, ein Unternehmen Mérieux NutriSciences, den 4. internationalen Kongress über Mineralöl (MOSH/MOAH) in Lebensmitteln ausgerichtet. So haben 220 Akteure der Branche sowohl als Teilnehmer, als auch als Referenten am Kongress teilgenommen und ein breites Spektrum an aktuellen Themen diskutiert.
Stimmen der Teilnehmer und Referenten
MOSH/MOAH Kontamination von Lebensmitteln – noch immer eine Herausforderung
Mineralölbestandteile in Lebensmitteln stellen nach wie vor eine große Herausforderung für die Hersteller dar. So sind dessen Toxikologie und Risikobewertung noch immer in der Diskussion. Eine einheitliche europäische gesetzliche Regelung ist noch immer offen. Heute ist die LC-GC-FID-Methode zur Bestimmung von MOSH und MOSH eine international anerkannte Methode. Zudem besteht eine von der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft standardisierte Methode. Die Analytik von MOSH/MOAH ist aber immer noch anspruchsvoll und nicht ohne weiteres für eine Vielzahl von Matrices anwendbar. So können nur auf der Basis validierter Analytik evidenzbasierte toxikologische und lebensmittelrechtliche Aussagen getroffen werden.
Zu den wichtigen Themen, die Gegenstand der Konferenz waren gehörten:
Toxikologie
- MOAH – Die Karzinogenität für Verbindungen mit gleich oder mehr als 3R wurde bestätigt. Es werden mehr Daten über die Verteilung der Ringsysteme in zusammengesetzten Lebensmitteln benötigt.
- Neuer Ansatz – Die Ergebnisse der Kombination aus multidimensionaler instrumenteller Analyse und des AMES-Tests zur toxikologischen Bewertung von MOAH zeigen eine hohe Übereinstimmung mit der Stellungnahme der EFSA.
Analytik
- Eine neue ISO-Methode 20122 für Fette und Öle wird bald verfügbar sein (Anwendungsbereich MOSH 3 mg/kg, MOAH 2 mg/kg).
- Es wurde eine neue Epoxidationsreinigung entwickelt, Hier wurden je nach Zusammensetzung höhere Verluste festgestellt (je größer die Anzahl der Ringe, desto höher die Verluste).
Risiko Management
- Im Benchmark-Konzept sind neun verschiedene Produktgruppen mit unterschiedlichen Niveaus festgelegt worden. Mehrere Interessengruppen fordern eine Überführung der Richtwerte in gesetzliche Werte.
- Maßnahmen der Labore zur Entwicklung von Methoden zur Quantifizierung von MOAH mit einer spezifischen Anzahl von aromatischen Ringen sind erforderlich.
Mitigation
- Es wurde eine Toolbox zur GMP-Optimierung entwickelt.
- Die deutsche Industrie betreibt derzeit ein Projekt, das nach Möglichkeiten sucht, Mineralölbestandteile in Fetten und Ölen zu minimieren und Öle durch MOH-freien Schmierstoffen zu ersetzen.
Lesen Sie mehr:
Zusammenfassung veröffentlicht von Mérieux NutriSciences
Zusammenfassung veröffentlicht von DGF
Weitere Informationen zur Analytik von MOSH/MOAH in Lebensmitteln finden Sie hier.


