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Fremdkörperanalytik

Ein recht häufiger Reklamationsgrund bei Lebensmitteln ist das Vorhandensein von Fremdkörpern. Diese finden sich – allen Vorbeugungsmaßnahmen der Hersteller zum Trotz – immer wieder; sie lassen sich bisweilen aber auch auf Kontaminationen, die beim Verbraucher stattfinden, zurückführen. Angesichts der potenziellen Gefahren für Hersteller, den Ruf von Marken und die Gesundheit der Verbraucher sind Bemühungen zur Aufklärung der Art und Herkunft dieser Fremdkörper durchaus gerechtfertigt.
Ziel unserer Befassung mit derartigen Reklamationen ist es, mit analytischen Methoden zur Beantwortung folgender Fragen beizutragen:

  • Um welches Material handelt es sich bei dem Fremdkörper?
  • Werden gleichartige Materialien im Produktionsprozess verwendet?
  • Falls nicht: welche Quelle könnte der Fremdkörper haben?
  • Welche Gefährdung geht von dem Fremdkörper aus?

Die Methoden, die wir zur Lösung dieser Fragen einsetzen, sind:

  • Lichtmikroskopie1
  • ATR-FTIR Spektroskopie2
  • ED-XRF Spektroskopie3
  • LC-MS4
  • GC-MS5
  • Nasschemie6

und solchen, die wir fremdvergeben, wie z.B.

Auf Grund ihrer akademischen Laufbahn haben unsere Mitarbeiter praktische Erfahrungen mit all diesen Methoden und kennen Stärken und Grenzen derselben.

Ausgangspunkt der meisten derartigen Untersuchungen ist die Lichtmikroskopie mit verbundenen Techniken, die oft schon wertvolle Hinweise ergibt – nicht unähnlich der Anwendung in der Forensik. So offenbaren sich Haare, Fasern, Insekten, Knochen, Pflanzenteile, Schimmelpilze, Hefen u.v.a. Auch Kristalle und Ablagerungen aus flüssigen Produkten geben so Hinweise auf ihre Natur und auf die Homogenität oder Heterogenität der Probe – dies trägt wesentlich zur späteren Bewertung spektroskopischer Befunde bei. Zudem sind auch mikrochemische Reaktionen wertvolle Hilfen und wurden vielfach angewandt.


Die ED-XRF Spektroskopie gestattet Aussagen über die Anwesenheit von Elementen (mit Ordnungszahlen >10) in der Probe. Im Fall von Legierungen sind sogar recht weitgehende quantitative Aussagen, die die Zuordnung zu konkreten Werkstoffen gestatten, möglich. Derartige Untersuchungen sind bei uns bis hinab zu Partikelgrößen >0,05 mm möglich.


Komplementär dazu ist die Untersuchung mittels ATR-FTIR, die auf der Anregung von intramolekularen Schwingungen beruht. Die gemessenen Spektren können mit großen Datenbanken (bei uns um Lebensmittel, Chemikalien und Pharmawirkstoffen erweitert) abgeglichen werden. So sind nach Art von Fingerabdrücken die Identifizierung von Reinstoffen aber auch Gemischen möglich. Die Methode gewinnt durch Kombination mit anderen spektroskopischen und chemischen Methoden erheblich an Aussagekraft und ist auch zur Verifizierung und Wareneingangskontrolle ausgezeichnet geeignet.


Unsere Leidenschaft für Naturwissenschaften im Allgemeinen und für diese Art von Untersuchungen im Speziellen, die Verbindung zu einer Vielzahl weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen und nicht zuletzt unsere Neugier haben uns in der Vergangenheit neben einfachen Routineproben auch eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Probleme – nicht nur aus lebensmittelrelevanten Bereichen – mit Erfolg analysieren bzw. lösen lassen.


Wann dürfen wir Ihnen bei Ihrem Problem helfen?

Quellen:

1 https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtmikroskop
2 https://de.wikipedia.org/wiki/Infrarotspektroskopie
3 https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6ntgenfluoreszenzanalyse
4 https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCssigchromatographie_mit_Massenspektrometrie-Kopplung
5 https://de.wikipedia.org/wiki/Gaschromatographie_mit_Massenspektrometrie-Kopplung
6 https://de.wikipedia.org/wiki/Mikrochemie
7 https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6ntgenbeugung
8 https://de.wikipedia.org/wiki/Dynamische_Differenzkalorimetrie
9 https://de.wikipedia.org/wiki/Raman-Spektroskopie
10 https://de.wikipedia.org/wiki/Kernspinresonanzspektroskopie

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