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Bisphenole | Bisphenol A, F, and S

Bisphenole sind eine Gruppe synthetischer Chemikalien, die insbesondere bei der Herstellung von Kunststoffen, Epoxidharzen und Beschichtungen eingesetzt werden. Diese Materialien finden sich häufig in Lebensmittelverpackungen (z. B. Dosenbeschichtungen), Klebstoffen oder anderen Lebensmittelkontaktmaterialien (Food Contact Materials, FCM). Unter bestimmten Bedingungen können Bisphenole aus diesen Materialien in Lebensmittel übergehen und so zur Exposition gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern beitragen.

Aufgrund potentieller gesundheitlicher Risiken, insbesondere endokriner Wirkungen sowie potenzieller Auswirkungen auf das Immunsystem, stehen Bisphenole seit Jahren im Fokus wissenschaftlicher und regulatorischer Bewertungen. Analytische Untersuchungen spielen daher eine zentrale Rolle bei der Überwachung von Kontaminationen, der Bewertung von Migration aus Verpackungen und der Sicherstellung der regulatorischen Konformität.

Mérieux NutriSciences unterstützt Unternehmen entlang der gesamten Lebensmittelkette mit hoch sensitiven Analysen von Bisphenolen in Lebensmitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien.

Die regulatorische Bewertung von Bisphenolen hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft.

Im Jahr 2023 senkte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) für Bisphenol A (BPA) auf 0,2 ng/kg Körpergewicht pro Tag, da neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf mögliche Auswirkungen auf das Immunsystem hinwiesen.

Darauf aufbauend verabschiedete im Jahr 2024 dieEuropäische Union die Verordnung (EU) 2024/3190, die den Einsatz von Bisphenol A und anderen gefährlichen Bisphenolen in Lebensmittelkontaktmaterialien weitgehend verbietet. Eine Migration in Lebensmittel aus Lacken, Beschichtungen und Kunststoffen darf nicht nachweisbar sein.

Ziel der Regulierung ist es, die Exposition der Bevölkerung gegenüber potenziell gesundheitsschädlichen und hormonell wirksamen Substanzen weiter zu reduzieren.

Im Dezember 2025 veröffentlichte die Europäische Kommission zusätzlich eine Leitlinie (C/2025/6721) zur praktischen Umsetzung der Verordnung. Diese erläutert unter anderem:

  • den Anwendungsbereich der neuen Regelung,
  • mögliche Ausnahmen für bestimmte Materialien,
  • Anforderungen an Konformitätsbewertungen und Dokumentation entlang der Lieferkette,
  • sowie den Umgang mit Bisphenol-Derivaten und anderen strukturell verwandten Verbindungen.

Für Unternehmen der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie bedeutet dies, Materialien, Produktionsprozesse und Lieferketten sorgfältig zu überprüfen, um die Einhaltung der aktuellen regulatorischen Anforderungen sicherzustellen.

Bisphenol-Substitute und neue Herausforderungen

Als Reaktion auf regulatorische Einschränkungen von BPA werden zunehmend strukturverwandte Ersatzstoffe eingesetzt, darunter:

  • Bisphenol F (BPF)
  • Bisphenol S (BPS)
  • weitere strukturelle Bisphenol-Analoga, wie z.B. BPAF, BPB und andere

Diese Substanzen können ähnliche chemische Eigenschaften aufweisen und stehen ebenfalls im Fokus wissenschaftlicher und regulatorischer Bewertungen. Daher gewinnt eine umfassende analytische Überwachung von BPA und seinen Substituten zunehmend an Bedeutung.

Analytik von Bisphenolen

Mérieux NutriSciences bietet hoch sensitive analytische Methoden zur Bestimmung von Bisphenolen in unterschiedlichen Matrizes. Unsere Labore verfügen über modernste instrumentelle Analytik und ermöglichen den Nachweis im Ultraspurenbereich.

Unsere Analysen umfassen unter anderem:

  • Bisphenol A (BPA)
  • BIsphenol F (BPF)
  • Bisphenol S (BPS)
  • weitere strukturell verwandte Bisphenole und ermöglichen die Bestimmung von Bisphenolen in verschiedenen

Matrixgruppen:

  • Rohstoffe (Unverarbeitete/minimal verarbeitete Lebensmittel)
  • Prozessierte (verarbeitete) Lebensmittel (z. B. Getränke, Obst/Gemüse, Milchprodukte, Fleisch/Fisch, Getreide/Backwaren, Fette/Öle, Milchprodukte, Süßwaren)
  • Lebensmittelkontaktmaterialien

Bisphenole können insbesondere aus Kunststoffen, Epoxidharzen oder anderen Beschichtungen von Lebensmittelverpackungen in Lebensmittel übergehen. Migrationstests sind daher ein wichtiger Bestandteil der Konformitätsbewertung von Lebensmittelkontaktmaterialien. Unsere Labore unterstützen Unternehmen bei:

  • Migrationstests gemäß EU-Vorgaben
  • der Bewertung von Verpackungsmaterialien und Beschichtungen
  • der Identifikation möglicher Kontaminationsquellen entlang der Produktionskette
  • der Überprüfung von Rohstoffen und von durch Lieferanten eingesetzten Materialien

Unterstützung bei regulatorischer Compliance

Angesichts der verschärften europäischen Regulierung unterstützen wir Unternehmen bei der analytischen und regulatorischen Bewertung von Bisphenol-Gehalten. Unsere Dienstleistungen umfassen:

  • analytische Bestimmung von Bisphenolen in Lebensmitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien
  • Untersuchung von Migration aus Lebensmittelkontaktmaterialien
  • Unterstützung bei der Konformitätsbewertung gemäß aktueller EU-Regulierungen
  • analytische Bestimmung von Ersatzstoffen

Durch unsere internationale Laborinfrastruktur und umfassende regulatorische Expertise unterstützen wir Unternehmen dabei, Lebensmittelsicherheit und regulatorische Konformität zuverlässig sicherzustellen.

Mérieux NutriSciences bietet weltweit umfassende analytische Dienstleistungen im Bereich Kontaminantenanalytik in Lebensmitteln und Lebensmittelkontaktmaterialien. Unsere Expertinnen und Experten unterstützen Sie bei der Bewertung potenzieller Bisphenol-Einträge, der analytischen Untersuchung Ihrer Produkte sowie der Einhaltung aktueller regulatorischer Anforderungen.

Kontaktieren Sie uns, um mehr über unsere Bisphenol-Analysen und Migrationstests für Lebensmittel und Verpackungsmaterialien zu erfahren.

Einschlägige europäische Rechtsgrundlagen