Styrol in Lebensmittelkontaktmaterialien aus Kunststoff

styrol - Kunststoff

Zusammenfassung der EFSA-Studie

Die EFSA hat ihre Neubewertung der potenziellen Genotoxizität von Styrol abgeschlossen – als Reaktion auf die Einstufung der Substanz durch die International Agency for Research on Cancer (IARC) im Jahr 2019 als „wahrscheinlich krebserzeugend für den Menschen“. Nach einer gründlichen Überprüfung zuverlässiger In-vivo-Studien – einschließlich solcher von Dritten sowie aus der IARC-Monographie – kam die EFSA zu dem Schluss, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Styrol bei oraler Aufnahme genotoxische Wirkungen hat. 

Neue EFSA-Bewertung

Auf dieser Grundlage wird die Verwendung von Styrol in aus Kunststoff bestehenden Lebensmittelkontaktmaterialien voraussichtlich weiterhin erlaubt bleiben, sofern der vorgeschlagene spezifische Migrationsgrenzwert (SML) von 40 μg/kg Lebensmittel eingehalten wird. Bemerkenswert ist dabei, dass bislang kein gesetzlich vorgeschriebener SML für Styrol in der Positivliste der VO (EU) Nr. 10/2011 existierte (also in der Theorie bisher bis zu 60 mg/kg Lebensmittel nachweisbar sein durfte). Der voraussichtlich kommende SML von 0,04 mg/kg Lebensmittel stellt hier somit eine deutliche Verschärfung dar.

Polystyrol – der wohl bekannteste Vertreter der Styrol-basierten Kunststoffe – findet aufgrund seiner funktionellen Eigenschaften und Wirtschaftlichkeit breite Anwendung als Verpackungsmaterial für Milchprodukte, insbesondere in Form von Joghurtbechern und ähnlichen Behältnissen. Sein Einsatz im Lebensmittelkontakt macht eine sorgfältige Bewertung potenzieller migrationsfähiger Substanzen, wie etwa Styrolmonomer oder oligomere Abbauprodukte, unerlässlich, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und die Produktsicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Wie wir Sie unterstützen können

Bei Mérieux NutriSciences | Institut Kirchhoff Berlin unterstützen wir Lebensmittelhersteller mit einer akkreditierten Methode zur Bestimmung von Styrol in Milchprodukten – und stellen so sicher, dass Ihre Materialien den Anforderungen an lebensmittelsichere Verpackungen entsprechen und die Produktsicherheit gewährleisten. Darüber hinaus bieten wir auch Migrationsanalysen direkt am Verpackungsmaterial sowie die Bestimmung des Restmonomergehalts in Polystyrol an – für eine ganzheitliche Bewertung Ihrer Verpackungssicherheit. Entdecken Sie mehr über unsere Analytik.